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Archive for December, 2007

Featured Articles

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  • The “U.S. vs. Libby” lawsuit did not only put an administration and its actions in the wake of the Iraq war on trial, but featured many stars of the political media landscape on the witness stand. I. Lewis “Scooter” Libby, former top aide to Vice-President Dick Cheney was on trial for purgery and obstruction to federal [...]

  • An attentive observer could come to the conclusion that the conflict in Iraq was solved a long time ago, the next elections would still be years away and all political issues resolved. At least one will get this impression when tuning in to either MSNBC or FOX News these days. While President Bush is announcing his [...]

  • In 2006, the Tyndall Report notices a bigger coverage of the Iraq war in the American media than in 2005. Hurricane Katrina also is still among the leaders in the battle for airtime minutes. For 20 years, the report of Andrew Tyndall measures each evening which topics get the most coverage among the three leading evening [...]

  • Each Sunday, Tim Russert, host of NBC’s Meet the Press, interviews the most influential politicians and most important press members in his Sunday talk show and it should come to no surprise that there is only one topic since the mid-term elections: Iraq. In a recent episode, Russert talked to two columnists of The New York [...]

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    December 18, 2007

    CNN International

    Zu Gast im Transatlantic Symposium waren heute zwei Vertreter von CNN International: Frederick Pleitgen (s. Foto) ist Korrespondent im Berliner Büro und Bernd Schwintowski der aushelfende Pressesprecher. Beide nahmen sich ca. eine Stunde um den teils sehr kritischen Studenten Rede und Antwort zu stehen und machten dabei eine durchaus gute Figur.

    Ein paar Dinge die bei mir hängen geblieben sind:

    1. Ich war erstaunt zu hören, dass CNN U.S. jedes Recht besitzt die Übetragung von CNN International mit einer Live-Schalte (z.B. einer Pressekonferenz) zu unterbrechen. Ich war immer davon ausgegangen, dass die Chefs in Atlanta den ausländischen Kollegen genug Erfahrung einräumen dies selbst zu tun. Man könnte meinen ein Mitarbeiter im Londoner Hauptquartier wüsste besser was für sein internationales Publikum von Wichigkeit sein könnte.

    2. Wir sprachen kurz über die Herausforderung der i-Report Videos, die mehr und mehr in die Berichterstattung der TV-Sendungen einfließen. Ich stimme überein, dass diese Art von “Bürger-Journalismus” der Branche gut tut. Sie können die Übetragung durch persönliche Sichtweisen aufwerten, und nebenbei noch ein paar Mauern zwischen den als “Elite” beschimpften Journalisten und ihrem Publikum einreisen. Gerade im Zusammenhang mit dem Virginia Tech Massaker, was als Beispiel angesprochen wurde, sehe ich hier allerdings eine große Gefahr. (Zur Erinnerung: Ein Student der Universität hatte im April aus kurzer Entfernung die Todesschüsse des Mörders aufgenommen, es auf den CNN Server geladen und dadurch einen kleinen Weltruhm erreicht.) CNN bezahlte diesen “i-Reporter” für seine spektakulären Aufnahmen, obwohl das hochladen der Videos und Fotos nicht finanziell honoriert wird. Die Frage ist nun, ob CNN durch seine Aktion nicht unwissende, unerfahrene Bürger in die Schusslinie schickt um dadurch ein bisschen Geld bei den Auslandsbüros einsparen zu können. Natürlich gehört ein Mann entlohnt wenn seine Inhalte einem großen Unternehmen satte Gewinne einfahren, aber man muss sich ebenso bewusst sein welche Mechanismen dadurch in Gang gesetzt werden.

    3. Es wurde viel über CNN und seine international-ausgerichteten Nachrichten gesprochen. Anders als bei CNN U.S. oder der ARD Tagesschau, weiß man als CNN Journalist im Ausland nicht genau, welches Publikum man tagtäglich bedient. So wird bei einem Bericht über die Gefangennahme britische Soldaten vom Iran darauf geachtet dass nicht nur Engländer diesen Bericht machen. Ich denke gerade diese Region bietet ein großes Spannungsfeld für einen amerikanischen Sender. Al Jazeera berichtet mittlerweile auf Englisch aus der Region und ist in deutschen Haushalten ebenso zu empfangen wie CNN International. Al Jazeera bestreitet nicht, mit seiner Berichterstattung gegen die einseitige, westliche Mediendominanz vorgehen zu wollen. CNN muss hier aufpassen nicht als das Gegenstück wahrgenommen zu werden und deswegen ist die internationale Zusammenarbeit bei solchen prikären Beiträgen ein absolutes Muss, so seltsam es auch erstmal klingen mag.

    4. Frederick Pleitgen war wie ich am Journalism Department der New York University und zu meiner Freude haben wir von demselben Professor, Adrian Mihai, gelernt. Er stimmte mir zu, dass man bei den richtigen Leuten innerhalb kürzester Zeit so einiges lernen kann. Aus Mihai’s Kurs “TV Reporting” stammt übrigens auch dieses Video von mir.