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Archive for August, 2006

Featured Articles

  • Phil Rosenthal, writer of the Chicago Tribune asks: “Now that people get what they want the way they want on the Internet, where does that leave those mainstream media outlets that, in traditional fashion, pair the news people want with the news it is thought they need?” Charles Gibson, anchor of ABC World News Tonight, has [...]

  • The “U.S. vs. Libby” lawsuit did not only put an administration and its actions in the wake of the Iraq war on trial, but featured many stars of the political media landscape on the witness stand. I. Lewis “Scooter” Libby, former top aide to Vice-President Dick Cheney was on trial for purgery and obstruction to federal [...]

  • An attentive observer could come to the conclusion that the conflict in Iraq was solved a long time ago, the next elections would still be years away and all political issues resolved. At least one will get this impression when tuning in to either MSNBC or FOX News these days. While President Bush is announcing his [...]

  • In 2006, the Tyndall Report notices a bigger coverage of the Iraq war in the American media than in 2005. Hurricane Katrina also is still among the leaders in the battle for airtime minutes. For 20 years, the report of Andrew Tyndall measures each evening which topics get the most coverage among the three leading evening [...]

  • Each Sunday, Tim Russert, host of NBC’s Meet the Press, interviews the most influential politicians and most important press members in his Sunday talk show and it should come to no surprise that there is only one topic since the mid-term elections: Iraq. In a recent episode, Russert talked to two columnists of The New York [...]

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    August 26, 2006

    Das starke Geschlecht

    In den USA wartet zur Zeit jeder auf den 5. September, vor allem alle Mitarbeiter von CBS und den konkurrierenden Nachrichtensendungen auf ABC und NBC.

    An diesem Tag ist die Übergangsphase von den “Großen Drei” zu ihren Nachfolgern endlich vorbei und es wird vielleicht nochmal 30 Jahre dauern bis sich daran wieder etwas ändert.

    Nachdem Brian Williams auf NBC Nightly News vor einem Jahr bereits für Tom Brokaw übernahm, und Charles Gibson den Stuhl der ABC World News von Peter Jennings im Sommer bestieg, ist Katie Couric am 5. September bei den CBS Evening News endlich am Ruder und wird versuchen das Vakuum von Dan Rather zu füllen.

    Sie ist damit der erste Frau die alleine den Stuhl einer der drei großen Nachrichten Shows der USA übernehmen wird (Elizabeth Vargas hatte dies zwar schon für ABC getan, allerdings nur zwangsweise da ihr Kollege Bob Woodruff im Iraq verletzt wurde).

    Zeit einmal zu schauen wie es mit den Frauen im deutschen Nachrichten Fernsehen aussieht und wir können getrost sagen, dass die Frauen den Männern in nichts nachstehen. Im Gegenteil, man muss sich vielleicht schon Sorgen machen.

    In den Nachrichten Shows von ZDF Heute, RTL Aktuell, Sat1 News und Pro Sieben Newstime haben wir 5 Männer und 4 Frauen (teilweise in Rotation). In der ARD Tagesschau sind von 13 Sprechern lediglich 5 männlich.

    Bei den Nachrichtenmagazinen wie den Tagesthemen, dem Heute Journal, dem ZDF Nachtmagazin und dem RTL Nachtjournal sind es 4 Männer und 5 Frauen die all abendlich in die Kameras schauen.

    Das ZDF Nachtmagazin wird zudem die erste deutsche Nachrichtensendung (auf den 5 großen Kanälen) darstellen, die in der Rotation nur Frauen einsetzt. Gabi Bauer und Anja Bröker lösen dort Katharina Wolkenhauer und Thomas Bade ab.

    Bei Doppelspitzen ist es schon fast ein Muss mindestens eine Frau im Studio zu haben (RTL Aktuell mit Peter Klöppel und Ulrike von der Gröben; das ZDF Heute Journal mit Klaus Kleber und Gundula Gause oder Marietta Slomka und Heinz Wolf oder Klaus-Peter Siegloch und Barbara Hahlweg; Pro 7 Newstime mit Michael Marx und Christiane Gerboth)

    Im September tritt mit Ulrich Wickert zudem einer der letzten großen Nachrichtenikonen zurück. Seinen Stuhl nimmt Tom Buhrow ein und wird mit Anne Will eine schon etablierte Frau in der Rotation haben.

    Die Frauen sind also in der Branche auf dem Vormarsch und das belegen nicht nur generelle Umfragen (Frauenanteil in der Branche 1993 bei 31%, 2005 bei 38%), sondern auch der Blick auf die Mattscheiben zur Nachrichtenzeit.

    Aber ist das wirklich so? Müssen sich die Sender wirklich so langsam nach männlichem Nachwuchs umschauen, oder ist es Ihnen ganz recht, da die Frauen ja eh mehr Quotenanteile bringen?

    Zunächst mal sei erwähnt, dass Frauen zwar wichtige Sprecherpositionen bekommen, die leitenden Stellen bei den Stationen aber immer noch eine Männerdomäne sind und während Frauen immer mehr die Ränge darunter belegen und irgendwann sicherlich eine Frau in eine Vorstandsposition gewählt wird, ist es bis dahin noch ein langer Weg.

    Doch während uns das keinerlei Sorgen bereiten sollte da die Welt sich so oder so weiter dreht, muss man doch mal darauf schauen ob sich die Nachrichten an sich während dieser Transformation geändert haben, weil Frauen vielleicht auf andere Themen mehr Wert legen als Männer.

    Und in der Tat ist ein Trend zu erkennen der weg von Berichten zur Wirtschaftslage hin zur Soziallage und anstatt von Kriegsführern den Kriegsopfern mehr Sendezeit gewidmet wird. Frauen tendieren nun mal eher dazu den Opfern und Schwächeren ein wenig näher zu stehen und so fällt dann auch die Wahl der Nachrichten aus, die bei einer teils 15 minütigen Sendung über Geschehnisse auf der ganzen Welt von immenser Wichtigkeit ist.

    Die Frage hier ist natürlich nicht ob es wünschenswert ist eine Welt mit mehr Frauen auf dem Bildschirm zu haben, sondern vielmehr ob diese Entscheidung auf den Inhalt der Nachrichten Einfluss haben sollte.

    Denn was oben auf der Liste steht wird von den Zuschauern auch als wichtiges Thema eingeschätzt und daran werden dann die Handlungen der Politiker dieses Landes gemessen. Wenn mehr soziale Themen auf der Tagesordnung stehen wird wohl in Zukunft eine soziale Partei mehr Chancen haben in der Gunst der Wähler positiver aufzufallen.

    Meinungen werden verzerrt und man muss sich fragen ob es das alles wert war.

    August 25, 2006

    Auf der Suche nach der Zukunft

    Der Economist schreibt:

    Deciding whether or not to start a freesheet, indeed, perfectly encapsulates the unpalatable choice that faces the paid-for newspaper industry today as it attempts to find a future for itself. Over the next few years it must decide whether to compromise on its notion of “fine journalism” and take a more innovative, more businesslike approach—or risk becoming a beautiful old museum piece.

    Leider geht es heutzutage nicht allen Zeitungsunternehmen wie dem norwegischen Schibsted, die 2005 die größten Einnahmen in der Firmengeschichte verbuchen konnte. Warum gibt es sie nicht? Weil sie im Gegensatz zu Schibsted, laut dem Economist, es noch nicht verstanden haben genügend Revenue aus dem Internetmarkt zu bekommen. Etwas vielleicht schon, aber eben nicht genug um den Verlust der Drucksparte auszugleichen.

    Also müssen sich Unternehmen überlegen wie sie den Sprung schaffen ohne dabei die alten journalistischen Traditionen verkommen zu lassen.

    Während viele damit begonnen haben ihre etablierten Print Journalisten nun auch für den Internetauftritt schreiben zu lassen, werfen andere Unternehmen gleich unweit mehr in die Wagschale und heuern die berühmten Quereinsteiger ein.

    In den USA sorgte der Philadelphia Inquirer für Aufruhr als er verkündete einen Werbemann an Bord zu bringen um das Design der Zeitung zu verändern. Ein Gebiet was normalerweise der Redaktion zusteht.

    In Deutschland geht man bei der WAZ Mediengruppe neue Wege und heuert als neue Online Chefredakteurin eine bekannte Webloggerin an, die bisher wahrscheinlich nicht allzuviel Erfahrung mit den Strukturen eines Zeitungshauses vorweisen kann.

    Es ist also Risiko gefragt um bestehen zu können und während wir alle den Spruch “wer nicht wagt der nicht gewinnt” kennen, hoffe ich nur dass der Gewinner bei all den wirtschaftlichen Aspekten nicht das Grundkonzept vergisst. Guter Journalismus ist nicht billig und man muss aufpassen nicht am falschen Ende mit der Umstrukturierung zu beginnen.

    > Beckerman fragt: “Nail in the Coffin? Economist Predicts a Dim Future for Newspapers” (CJRDaily)

    August 20, 2006

    Die Wahrheit exisitiert nur im Singular

    Im amerikanischen Kanal Comedy Central folgt jeden Abend auf die Daily Show, der Colbert Report mit Stephen Colbert.

    Der Meister der Ironie nimmt in seiner Show die amerikanischen Meinungsmacher aufs Korn die sich Abend für Abend als die wahren Verkünder der Wahrheit outen.

    Vor allem seien hier Bill O’Reilly und Sean Hannity vom Fox News Channel, aber auch Lou Dobbs und Anderson Cooper von CNN zu nennen.

    Sehr erfolgreich ist man auf Stephen Colbert auch in Deutschland auf ihn aufmerksam geworden.

    Der Spiegel schreibt auf seiner Website:

    Doch für Stephen Colbert gibt es “keine Obergrenze für Blödheit - wir können es noch dümmer”. Also setzt er als selbstverliebter Weltinterpret mit gravitätisch gerunzelter Stirn, ausgestellten Ellenbogen und stechendem Zeigefinger im “Colbert Report” dem rückhaltlos rechthaberischen politischen Diskurs in den amerikanischen Medien ein satirisches Denkmal.

    Im Artikel wird ein Interview mit dem Abgeordneten Wexler erwähnt, dem Colbert das ein oder andere Statement entlockt.

    Das Video hier:

    [youtube=http://www.youtube.com/watch?v=5RmR6dMj6t4]

    Colbert wurde in Europa wahrscheinlich vor allem durch seine Rede vor dem White House Press Corps berühmt, bei dem er als Hauptgast eine Rede hielt in der er natürlich über den Präsidenten spottete. Der einzige Unterschied zu seiner Sendung war, dass George W. Bush dabei genau neben ihm saß, da er ebenfalls zu dem alljährlichen Empfang eingeladen war.

    In den USA muss man Colbert nicht mehr vorstellen. Der Mann ist ein absolutes Phänomen und man weiß in Interviews nie ob man es mit dem Comedian, oder mit der Rolle zu tun hat.

    Colbert macht das einzig Richtige. Er verspottet Sender wie Fox News und Moderatoren wie Bill O’Reilly in dem er ihnen einen Spiegel vor das Gesicht hält und ihnen beweist wie lächerlich ihr auftreten ist.

    “Most of all, I believe in this president. Now I know that there is some polls out there that say that this man has a 32% approval rating. But guys like us, we don’t pay attention to the polls. We know that polls are just a collection of statistics that reflect what people are thinking in ‘reality’. And reality has a well know liberal bias.” (Colbert vor der White House Presse und dem U.S. Präsidenten)

    Zusätzliche Videos:

    > Cobert picks Oscar winners

    > Colbert’s ‘Threat Down’

    August 20, 2006

    Buschmann der Image Consultant

    Gegen Ende des WM-Basketballspiels Deutschland - Neuseeland führte die Mannschaft von Dirk Bauermann ein paar Minuten vor Schluss mit 25 Punkten und hatte es somit nicht mehr nötig jeden Angriff bis zur Perfektion auszuführen.

    Dem DSF Kommentator Frank Buschmann war das aber gar nicht Recht:

    Nein, jetzt geht das wieder los. Da hat man mal die Chance für den Basketball Werbung zu machen und dann fängt man kurz vor Schluss so an zu spielen. Jetzt wo die ganzen Zuschauer einschalten die gleich den Doppelpass (eine Talk-Show zur Fussball Bundesliga) sehen wollen könnte man mal zeigen zu was man im Stande ist. Dirk Bauermann, dem ist das jetzt wahrscheinlich egal.

    Da hat der Kommentator natürlich recht. Aber ob der deutschen Mannschaft das im fernen Japan am Nachmittag Ortszeit bewusst war, dass in den letzten Spielminuten die deutschen Fussball Fans vor dem Frühstückstisch einschalten?

    Buschmann ist es aufgefallen, der Mannschft (soweit lege ich mich aus dem Fenster) natürlich nicht.

    Die Frage ist allerdings wem noch, und da zeigt sich wirklich der Fachmann. Ob da einer der BBL oder des DBB vor dem Spiel noch zum Trainer gegangen ist um ihm zu raten auch am Schluss bei einem riesen Vorsprung noch ein paar Einlagen zu machen?

    Hätte man machen sollen, denn jede kleine Chance muss man nutzen.

    August 17, 2006

    Nachschlag

    Der Morgen nach dem Tony Kornheiser Interview:

    > Fahri: “Kornheiser, Not Yet in Game Shape On ‘MNF’” (WP)

    > Strupp: “Monday Night Football War of Words At ‘Washington Post’” (E&P)

    > Gilette: “Post’s Fahri Scores Clean Tackle - on a Teammate” (CJRDaily)

    > Mike and Mike: “Suprising Reaction” (ESPNRadio)

    August 16, 2006

    Wenn die Branche über sich selbst lästert

    Wie jeder in den USA bereits weiß, wechselt zum Saisonstart der neuen NFL Season das Flagschiff - die “Monday Night Football” Übertragung den Sender. Nach 36 Jahren des legendären MNF auf ABC wird ab dieser Saison ESPN, ein Kabelsender, die montägliche Show übernehmen.

    ESPN, der Sportkanal, der ebenso wie ABC dem Medienriesen Disney gehört, war der Deal sagenhafte 1.1 Milliarden Dollar wert und natürlich will man gleich mal klarstellen, dass sich unter der neuen Federührung einiges ändern wird.

    Also holte man Tony Kornheiser mit in die Kommentatoren Kammer. Kornheiser, bekannt geworden durch seinen Kolumnen bei der Washington Post, und berühmt geworden durch seine Show PTI auf ESPN, ist der erste Analyst seit Dennis Miller, der weder Trainer noch Spieler in der NFL war.

    Normalerweise sitzen zwei Leute im “Booth”. Der Play-by-play announcer, immer ein erfahrener Journalist, wie Al Michaels oder Joe Buck, und eben der Analyst (fast) immer ein ehemaliger Spieler aus der NFL der jetzt den Zuschauern nähere Infos zu den Spielzügen und Situationen geben darf.

    ABC probierte es vor ein paar Jahren mal mit dem Comedian Dennis Miller, als die Zuschauerzahlen sanken, doch dieses Projekt ging kräftig in die Hose und man kehrte zurück zu Al Michaels und John Madden (die übrigens bald im Sunday Night Football auf NBC wieder vereint werden).

    Tony Kornheiser wird allerdings nicht alleine den Posten des Analysten übernehmen. Er wird es sich mit Joe Theismann, einem ehemaligen Quarterback der Washington Redskins teilen müssen. Play-by-play übernimmt Mike Tirico.

    Die Frage ist jetzt also: Was macht Kornheiser? Welchen Part übernimmt er. Denn wenn wir ehrlich sind, nachdem Tirico den Spielzug angesagt und Joe Theismann ihn analysiert hat bleiben ein paar Sekunden für Kornheiser mit einem guten Kommentar rauszurücken der nicht “Ich stimme überein” oder “Naja, ich weiß nicht” heißt.

    Gestern abend war Generalprobe für die neue MNF Crew beim Pre-season Spiel der Vikings gegen die Raiders und während sich kein Mensch für das Resultat des Spiels interessiert, möchte jeder einen Kommentar zur Leistung von Kornheiser abgeben.

    In der Post, der Hauszeitung von Kornheiser für die er seit Jahrzehnten schreibt, wurde ein böser Artikel von Paul Farhi, der unter anderem vorschlägt, Kornheiser solle sich ein bisschen bräunen (Randnotiz: Tony Kornheiser wurde erst vor ein paar Tagen gegen Hautkrebs behandelt).

    Dann ging es heute morgen auf ESPN Radio so richtig zur Sache.

    In “Mike and Mike in the morningbemängelte Mike Golic (ehemaliger Footballprofi), dass das noch nicht das Gelbe vom Ei war, und die Idee einen Nicht-Spieler da reinzusetzen von grundauf eine Schlechte war. Co-Host Mike Greenberg verteidigte Tony’s Leistung, aber schließlich ist er ja auch ein Kollege (und Journalist).

    In der “Dan Patrick Show” am späteren Nachmittag äußerte sich zuerst Dan Patrick zu der Sachlage und meinte, dass man ihm noch Zeit geben solle. Nebenbei wäre Mike Golic allerdings zu seiner eigenen Meinung berechtigt.

    In der Show war dann erst Kornheiser selbst, und dann sein PTI- und Wash. Post Kollege Michael Wilbon zu Gast.

    Das Kornheiser Interview wird wohl in die Analen der Sportsjournalists Geschichte eingehen. Er kritisierte nicht nur all seine Kritiker sondern flehte fast um Lob bei Dan Patrick, der ihm erklärte dass er viel von ihm erwarte und deshalb mit der Performance von ihm auch nicht zufrieden war.

    Patrick: Allright, keep your head up.

    Kornheiser: It would have been enough if you had said - ‘I liked you. I thought you were - okay.’ […] I was looking forward to it from you.

    P: But this is the thing Tony. I said this when Dennis Miller got the job: You would have been a better choice. And I still feel that you’ll be a better choice. I still said: ‘Don’t judge this crew on one game,’ that I’d like to see you guys in Week 4 and that I think that you’ll see what you’ll do well. I don’t care how many test games you do. You can’t get comfortable doing it until you just build up reps, but don’t beg - don’t beg. You sounded like you were begging right there.

    K: From you? Oh, but only because it was radio shtick. […] Oh well, at least I passed. At least I can go onto the next semester.

    P: Well, once again. It was a passable performance by you but that is only because my standards are very high for you and I would expect a lot more from a man that is a self-wrote scholar like yourself and it’s gonna be great.

    K: (seufzend) Yeah, I’ll dissappoint you down the road. Don’t worry about it.

    Kornheiser, auf den Kommentar von Greenberg, dass Tony die Leute noch positiv überraschen werde, meinte in dem Interview, dass er die Zuschauer nicht so täuschen solle, denn der gestrige Auftritt sei das beste was er machen kann. Er hätte nichts zurückgehalten wie Greenberg das angedeutet hatte.

    Auf Dan’s Frage wo er gerne ein Football Spiel sehen würde meinte Tony dass er am liebsten vor dem Fernseher wie der Rest von Amerika sitzen würde. Tony Kornheiser hatte nach der Bekanntgabe seiner neuen Rolle öffentlich verlauten lassen, dass er seit 20 Jahren kein MNF Spiel mehr komplett gesehen hat, weil das Ende der Spiel weit nach seiner Bettzeit ist.

    Mike Wilbon in seinem Interview verteidigte widerrum Mike Golic und meinte, dass Tony bei all seiner Kritik die er austeilt auch einstecken muss. Er wandert jetzt eben von diesem kleinen ESPN Universum auf eine größere, nationale Bühne.

    Die Artikel von T.K. auf der Website der Post sind sehr interessant, weil er alles ausspricht was ihn stört und wovor er Angst hat. Wie in dem Interview mit Patrick. Das macht ihn sehr menschlich und sehr sympathisch.

    August 14, 2006

    Ein Mann der alten Garde

    Heutzutage schmücken sich viele mit dem Titel “Journalist”. Man brauch dafür keinen Abschluss, kein Examen (wie zum Beispiel ein Arzt oder ein Anwalt).

    Viele Leute führen außerdem Interviews. Jeden Tag, in jeder Sendung. Vielen denken gar nicht darüber nach welche Macht ein guter Interviewer haben kann.

    Ein Interviewer der alten Garde ist Mike Wallace vom CBS’ Dino 60 Minutes.

    Vor kurzem führte er ein Interview mit keinem geringeren als dem Iranischen Präsidenten Mahmoud Ahmadinejad indem er wieder mal bewies, dass man unter keinen Umständen von seinen Fragen abweichen sollte, auch wenn man vor einem der (ich muss es zugeben) furchteinflössendsten Menschen auf der Erde sitzt.

    Hier ein Auszug:

    “Israel, you have said time and again, Israel must be wiped off the map. Please explain why. And what is Iran doing about that?” Wallace asked.

    “Well, allow me to finish with the nuclear dossier first,” Ahmadinejad said.

    “No, you finished with that. You finished with that. Please,” Wallace continued.

    “No, it’s not finished, sir. It’s not finished. We are just beginning,” Ahmadinejad said.

    “OK, oh!” Wallace replied with a chuckle. “That’s what I was afraid of. But go.”

    Das Interview gibt es als Transcript auf der 60 Minutes Website und als zweiteilige Mp3 (Teil 1, Teil 2).

    Man bemerkt immer wieder wie Wallace keineswegs von seinen Frage abweicht und den Iranischen Präsidenten immer wieder daran erinnert welche Frage ursprünglich gestellt war. Er ist sich keineswegs zu Schade die Fragen zu stellen, die die ganze Welt wissen will und schaut Ahmadinejad dabei unbefangen in die Augen.

    Was mich aber am meisten fasziniert hat, ist die Art von Wallace. Er ist nett, höflich, zuvorkommend. Behauptet es sei eine Ehre mit dem Präsidenten von Iran hier zu sitzen, das Ahmadinejad’s Jacke toll aussehen würde. Scherzt mit ihm über seine Sicherheitsleute.

    Alles nur, um dann im selben Moment mal wieder eine seiner berühmten direkten Frage auf das Staatsoberhaupt loszulassen.

    Erinnert mich sehr an die Anfangsminuten von “The Insider”, indem Christopher Plummer als Mike Wallace auftritt. Sehr gut gelungen, aber nichts im Vergleich zum Original - einem Unikat.

    August 12, 2006

    ASS versteht den Zahn der Zeit

    Das ZDF hatte vor ein paar Jahren eine geniale Idee. Dachten sie zumindest.

    Lass uns doch einfach alles in ein orange tauchen und so die moderne bei diesem alten eingestaubten Sender einläuten. Irgendwann wurde das auch dem letzten zu langweilig und so blieb den Verantwortlichen nichts anderes übrig als nach und nach weiter- und teilweise wieder zurückzurudern.

    Am deutlichsten sieht man das noch an der samstäglichen Sportsendung “Das Aktuelle Sport Studio”. Sie wurde bei dem damaligen Imagewandel in “Das ZDF Sport Studio” umbenannt, wobei der letztere Schritt bereits im letzten Jahr wieder zurück genommen wurden.

    Dieses Jahr ist es auch um das orange geschehen im ASS. Es tönt blau (das Foto ist immer noch im Orange, vielleicht wurde da in letzter Sekunde ein Wechsel vorgenommen) in einem modernen TV-Studio und es passt wunderbar zu den weißen modernen Stühlen und dem Holz rund um die Ecken.

    Glückwunsch ZDF, denn da können sich andere Sender eine Scheibe von abschneiden. Vor allem das DSF, dass auch vor ein paar Jahren einen Designwechsel vornahm und damit ähnlich ins Klo griff.

    Hoffen wir also auf weitere mutige Schritte in diese Richtung, dann kann man auch die Mehrzahl an weiblichen Sport Moderatorinnen ertragen.